In Finnland bilden die Leitlinien für Journalisten und der Rat für Massenmedien in Finnland (Julkisen sanan neuvosto) die Grundlage für die Selbstregulierung der Massenmedien. In den Leitlinien für Journalisten werden die ethischen Grundsätze der Journalisten und Verleger zum Vorhaben. Der Rat für Massenmedien interpretiert gute journalistische Praxis und verteidigt die Redefreiheit und das Recht auf Veröffentlichung. Zu den Tarifverträgen von Journalisten gehören auch Verweise auf gute journalistische Praxis. Zu den Hauptgründen für industrielle Konflikte im Printmediensektor gehören neue Technologien und Restrukturierungsprozesse. Im Vereinigten Königreich ereignete sich 1986 einer der bedeutendsten und schädlichsten Auseinandersetzungen der jüngeren Geschichte im Zeitungsdruck. Eine Investition von News International in das Fox-Netzwerk (ein US-Unternehmen) ermutigte den Zeitungseigentümer Rupert Murdoch, die Einführung neuer Technologien zu untersuchen, wodurch die Produktivität gesteigert und die Kosten in seinen britischen Zeitungen Sun, The Times und The Sunday Times gesenkt wurden. Der Schlüssel dazu war die brechende Union-Kontrolle über den Druckprozess. Nach monatelangen langwierigen Verhandlungen über das Ende des geschlossenen Ladens, eine Streikverbotsklausel und flexibles Arbeiten standen den Gewerkschaften kaum eine andere Wahl, als zu streiken. Am 16.

Januar 1986 wurden über 6.000 Druckmaschinen abgestellt und mehr oder weniger sofort entlassen. Im Oktober 2004 kündigte das Unternehmen außerdem an, den Druckbetrieb Wapping zu schließen und an neue Standorte auf der grünen Wiese zu wechseln, wo “erhebliche” Arbeitsplätze verloren gehen. Darüber hinaus sind die Arbeitsbeziehungen im Verlagsteil in Österreich interessant, weil sich erstens das System der Arbeitgeberorganisationen von der üblichen Praxis unterscheidet, da freiwillige Arbeitgeberverbände Tarifverhandlungen führen (wobei Tarifverhandlungen in den allermeisten Sektoren von den Branchenuntereinheiten der obligatorischen WKÖ durchgeführt werden). Zu Beginn des laufenden Jahrzehnts entbrannten erneut Konflikte um die mögliche Einbeziehung der österreichischen Verlagsanstalten in die WKÖ-Domäne zwischen dem Österreichischen Presseverlag (VÖZ) und dem ehemaligen. Zweitens wurde die Gewerkschaftszugehörigkeit der Journalisten übertragen, als die Journalistenabteilung die Union für Kunst, Medien, Sport und Selbständige (KMSfB) verließ und 2001 der Union for Print, Journalism and Paper (GDJP) beitrat. Allerdings gibt es immer noch einige Journalisten, die in der KMSfB organisiert sind, obwohl die Verhandlungsrechte für Journalisten auf die GDJP verlagert wurden.